Erkrankungen der übergeordneten Hormondrüsen
Die übergeordneten Hormondrüsen, vor allem der Hypothalamus und die Hypophyse, steuern nahezu alle Stoffwechselprozesse im Körper. Störungen in diesem Regelkreis können weitreichende Folgen haben und verschiedenste Organsysteme betreffen.
Hypophysen- und Hypothalamus-Erkrankungen äußern sich je nach Hormonmangel oder -überschuss. Zu den häufigsten Störungen zählen Hypopituitarismus (Unterfunktion), Hyperpituitarismus (z. B. Akromegalie, Morbus Cushing, Prolaktinom) sowie der Diabetes insipidus.
Wichtige Krankheitsbilder
- Hypopituitarismus: Leistungsknick, Müdigkeit, Hormonmangel
- Akromegalie: Vergröberung von Gesicht und Händen durch GH-Überschuss
- Morbus Cushing: Stammfettsucht, Bluthochdruck, Osteoporose durch Cortisol
- Prolaktinom: Milchfluss, Zyklusstörungen, Libidoverlust
- Diabetes insipidus: Starker Durst, Polyurie durch ADH-Mangel
Die Diagnostik umfasst Blut- und Hormonwerte, Bildgebung (MRT) sowie Stimulationstests. Die Therapie richtet sich nach der Ursache: medikamentöse Einstellung, Hormonersatz, operative Entfernung von Adenomen oder Bestrahlung können erforderlich sein.
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